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Buchtipps

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Geschichte und Geschichten wurden in ihrem Ursprung durch Lieder, also durch Gesang, überliefert. Zusammen zu singen schafft Gemeinschaft, aber durch Kriegsgesang bereiten sich Menschen auch auf Gefechte vor. Wir singen unter der Dusche, wenn wir vor Freude überschäumen, aber auch in tiefer Trauer. Die Literaturwissenschaftlerin Katharina Hagena beleuchtet den Gesang aus Sicht der Musik, Physiologie, Kulturgeschichte, Soziologie und Medizin. Ein Buch, gerade auch über die heilende Kraft des Singens.

Die Menschen waren schon immer probierfreudig, was psychoaktive Pflanzen angeht. In jeder Kultur gibt es diese besonderen Substanzen, oftmals gedacht zur Anwendung zu besonderen Gelegenheiten. Von den Inka bis hin zur heutigen Zeit. Doch auch, was sich in unseren Gewürzregalen befindet, lohnt in dieser Hinsicht unsere Aufmerksamkeit: dass Muskatnuss schläfrig macht, mag man noch wissen, aber dass Paprikapulver zum „Pepper High“ führen kann, war uns neu.

Jahrtausende lang war unsere Aktivität vom Auf- und Untergang der Sonne bestimmt. Die Nacht war zu dunkel, um sie mit Produktivität zu füllen. Nur dunkle Machenschaften waren auf die Nacht beschränkt: Diebstahl, Schmuggel, heimliche Treffen. Das änderte sich mit der Erfindung des künstlichen Lichts. Nun können wir die Nacht zum Tag machen. Der Mythos kam abhanden. Dunkle Nacht finden wir nur noch an menschenleeren Orten oder paradoxerweise künstlich erzeugten.

Michael Martin, bekannter Fotograf und Geograph, zeigt uns die Erde in faszinierenden Fotografien. Zu Anfang befand sich unser Planet im dynamischen Gleichgewicht. Aus Naturkatastrophen kamen Tier- und Pflanzenwelt gestärkt hervor, bis der Mensch eingriff und sich die Natur für seine Zwecke gestaltete. Jede der zehn Regionen, die hier genauer dargestellt werden (Arktis, Amazonas, Himalaya, Polynesien, etc.) stehen für die Gesamtheit der Erde.

In ihrem neuen Buch erzählt Monika Helfer („Die Bagage“) wiederum aus ihrer Jugend. Im Mittelpunkt ihr Vater Josef, „Vati“ will er genannt werden, weil das so modern klingt. Im Südtirol der Nachkriegszeit ist die Armut vielfach groß, viele Kinder, beengtes Wohnen, abwesende Väter. Josef liebt Bücher über alles, aber auf Familienfotos steht er abseits, so als würde er nicht dazugehören. Ein Erinnerungsbuch mit Blick auf harte Zeiten, melancholisch und freundlich.

1961. Eine schwierige Zeit für selbständig denkende Frauen. Elizabeth Zott ist Chemikerin, aber ihr werden von ihren ausschließlich männlichen Vorgesetzten und Kollegen nur niedere Laborarbeiten zugetraut und auch anderweitig viele Steine in den Weg gelegt. Nur der brillante Nobelpreiskandidat Calvin Evans verliebt sich in sie und ihren Verstand.

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach einer Insel? Familie Sander lebt bereits seit fast 300 Jahren auf einer Nordseeinsel. Hanne Sander weigert sich, eine typische Seemannsbraut zu sein, sehnsuchtsvoll am Kai zu stehen und auf ihren zur See fahrenden Ehemann zu warten. Sie öffnet ihr Haus den Sommergästen. Ihr Sohn Ryckmer jedoch fährt zur See, was soll er auch sonst tun? Kehrt aber, nach einem Erlebnis mit einer Riesenwelle zurück und verfällt dem Alkohol.

Ein wahres Leben wie ein Abenteuer. Aufgewachsen im protestantischen Basel Mitte des 19. Jahrhunderts, wandert Susanna Faesch mit ihrer Mutter nach Amerika aus. Dort malt sie die neu erbaute Brooklyn Bridge, die ersten leuchtenden Glühbirnen Edisons. Nach Heirat, Scheidung und Geburt ihres Sohnes reist sie ins Dakota-Territorium, wo amerikanische Ureinwohner ums Überleben kämpfen.

Von Schirach beherrscht die Kunst der Erzählung wie kaum ein anderer. In großen und – wie in diesem Buch – in kleinen Geschichten. Nachmittage voller Melancholie, falscher Entscheidungen, Zufällen und Glück. Die Episoden spielen in Stätten und Städten auf der ganzen Welt. Sie erzählen von der Literatur und vom Film, von der Kunst und natürlich auch und ganz besonders von der Liebe. Sie kreisen um die entscheidenden Momente des Lebens und wirken noch lange nach.

1954. Emmett hat unbeabsichtigt einen Jungen getötet. Nach verbüßter Strafe will er mit seinem Bruder Billy nach Kalifornien, um ihre Mutter zu finden, da beide nach dem Tod des Vaters im Heimatort nicht mehr willkommen sind. Doch zwei Freunde, die Emmett aus der Besserungsanstalt kennt, aus der diese kurzerhand geflohen sind, “leihen“ seinen Studebaker und machen sich auf nach New York - in die entgegengesetzte Richtung.