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Marias Mutter hat sich im Internet in Verschwörungstheorien verstrickt. Wenn Marc-Uwe und das Känguru nicht in der Lage sind, sie zu retten, werden sie ihre Wohnung verlieren. So lautet eine von ihnen eingegangene Wette. Also reisen sie zur "Conspiracy Convention" nach - natürlich - Bielefeld.

Graphic Novel, vielleicht gerade auch für jüngere Menschen ein etwas anderer Zugang zu Banksy: weltbekannt und dennoch anonym. Wir erfahren viel über seinen künstlerischen Werdegang und über seine politische und soziale Haltung.

Sie arbeiten als Lehrerin, Bankerin, Putzfrau, Kulturschaffende … Zwölf unangepasste, oft diskriminierte, zornige Frauen unterschiedlicher Hautfarben, lesbisch, hetero oder trans, zwischen 19 und 93 Jahren alt, sind auf der Suche nach Geschlecht, Identität und einem Platz in der Welt.

Dora ist Großstadt und Lockdown entflohen. Die Wohnung in Berlin mit ihrem Freund Robert wurde im Home-Office immer kleiner, der Klimaaktivist Robert immer verbissener. Nun hat sie ein Haus in einem abgelegenen Brandenburger Dorf gekauft und versucht, Gefallen an der Gartenarbeit und dem Gassigehen mit ihrem Hund zu finden. Da guckt plötzlich ein kahlgeschorener Schädel über den Nachbarszaun und spuckt unfreundliche Worte aus …

Dieses schmale Buch hat mich absolut bezaubert. Zwölf internationale Flüge, zwölf Geschichten von Menschen in besonderen Lebenslagen verbinden sich zu einem Ganzen, zu einer Reise rund um den Erdball. Menschen treffen Menschen, aus einer flüchtigen Begegnung, einer Nebenfigur wird in der nächsten Geschichte, nach dem nächsten Flug eine Protagonistenrolle, und wir erleben Sorge und Trauer, Armut, Gewalt und Diskriminierung, aber auch Glück, späte Einsicht und tröstliches Es-geht-immer-weiter.

Schon seit der Schulzeit steht Andreas im schatten des überaus gutaussehenden, weltgewandten, erfolgreichen Erik, der obendrein auch noch Kontakt zu der von Andreas so sehr verehrten Schauspielerin Hélène hat. Die würde Andreas auch gern kennenlernen. Dann kommt die Gelegenheit, und Erik ist nicht da ... amüsant, lebensnah und herrlich trockenhumorig.

Horst Evers beobachtet seine Mitmenschen (also uns!) grundsätzlich mit beneidenswerter Gelassenheit und äußerst entspanntem Humor. Ob er ihnen im ICE kurz vor Augsburg begegnet, im Wartezimmer beim Hautarzt oder beim Quarantäne-Oster-Einkauf unter Corona-Richtlinien: Wie hintergründig komisch der ganz normale Wahnsinn des Alltags manchmal ist, das kann keiner so heiter schildern wie dieser Meister der pointierten Kurzerzählung.

Thriller und Familienroman zugleich! Anfang der 60er Jahre gehen deutsche Altnazis als Ingenieure nach Ägypten. Präsident Nasser braucht ihr Know-how für den Raketenbau. Die junge Rita H.

Elegant, facettenreich und mit hintergründigem Humor präsentiert uns Julian Barnes ein Porträt der Pariser Belle Époque und ihrer Protagonisten aus Adel, Kunst, Literatur – und mittendrin Dr. Samuel Pozzi, der „immer dabei“ war, ob als (Mode-)Arzt, Freidenker, Reformer, als Lebemann und Kunstkenner, Freund und Weggenosse französischer und britischer Dandys, Snobs und Exzentriker. Ein bestens recherchiertes Zeitgemälde mit erstaunlichen Parallelen zur Gegenwart. Wir finden: Mr.

Anne Weber hat eine ganz und gar ungewöhnliche Form für ihr „Heldinnenepos“ gewählt. In Versen ohne Reimzwang und falschen Muff erzählt sie das Leben der heute 95jährigen Bretonin Annette Beaumanoir, Résistance-Veteranin und Kommunistin, die jüdische Jugendliche rettete und noch 1959 für ihr Algerien-Engagement ins Gefängnis ging. Heute gilt sie als lebendiges Beispiel dafür, wie wichtig es ist, ungehorsam zu sein. Wir gratulieren der Autorin zum hochverdienten Deutschen Buchpreis!