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Buchtipps - Persönliche Weihnachtstipps

Mein irischer Lieblingsschriftsteller schreibt über meinen deutschen Lieblingsschriftsteller! Colm Toíbín begleitet Thomas Mann, den seine Familie den "Zauberer" nannte, auf so empathische, eindrückliche Weise, dass es mich von der ersten Seite an nicht losgelassen hat.

Scheinbar ist Dunkelblum ein österreichisches Provinzstädtchen wie jedes andere. Aber hinter den Fassaden verbirgt sich die Geschichte eines Verbrechens aus den letzten Kriegstagen. Was alle älteren Bewohner seit Jahrzehnten verbindet, ist das kollektive Schweigen über die Tat und Täter, die nie zur Rechenschaft gezogen wurden.

Filmemacher Werner Herzog erzählt die wahre Geschichte des japanischen Offiziers Hiroo Onada, für den der 2. Weltkrieg erst 1974 endete. 1944 erhält Onada den Befehl, mit wenigen Soldaten eine kleine isolierte Insel um jeden Preis zu verteidigen – abgeschnitten von allen Nachrichten.

Ein Denkmal für die Liebe in schwierigen Zeiten! Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus, Kriegsbeginn markieren die 30er Jahre. Nach den „Goldenen 20ern“ kommt die politische Katastrophe, der Hass der Nazis zwingt ab 1933 tausende von Schriftstellern, Künstlern, Juden, Intellektuellen ins Exil. Was macht das mit den Menschen, wie beeinflusst es, wie sie lieben?

Als Louma bei einem Unfall stirbt, stellt sich die Frage, wo ihre vier Kinder aus zwei Ehen bleiben sollen. Ihr erster Mann Tristan betreibt eine Cafékette, ihr zweiter, Mo, ist ein chaotischer Träumer mit Selbstzweifeln. Toni, Fabi, Fritte und Nano sind der Meinung, Eltern können auch zwei Väter sein, und zwingen die beiden Atipoden, mit ihnen zusammenzuziehen.

Rainer Maria Rilke hat Zahnschmerzen, als er auf Gut Janowitz eintrifft. Die  umschwärmte Gutsherrin Sidonie v. N. liebt seine Gedichte und wird ihm wohl die Goldfüllung zahlen. Ein wenig verliebt in die schöne Frau ist Rilke obendrein. Dann reist auch Karl Kraus, der geliebt-gehasste Wiener Kritiker, auf Janowitz an.

Geboren  in Afghanistan, aufgewachsen in Mexiko, kommt Niki 1989 als Ärztin nach Berlin. Ihr ausgeprägtes Helfersyndrom rührt aus ihrer Kindheit, wo sie, ein blondes Mädchen, in der Aussteigerkolonie ihrer Eltern als Engel angesehen wird. Bei ihrer Arbeit trifft sie die schillernde Lu und verliebt sich.

Ungekürzt, neu übersetzt: Mark Twains Reiseberichte von 1867. Die Bildungs- und Vergnügungskreuzfahrt führt von Frankreich, Italien, Griechenland über Odessa am Schwarzen Meer bis Beirut und Jerusalem.

Lyonel Feininger kam 1871 in New York als Kind eines deutschstämmigen Musikerpaares zur Welt, ging mit 16 Jahren nach Berlin und blieb dort sein halbes Leben. Er arbeitete lange als Karikaturist, bevor er zum Maler und Meister am Bauhaus wurde. 1937 kehrte er nach Amerika zurück.

Vor Michelangelos (1475-1564) monumentalem Werk kann man sich nur in Demut verneigen. Der Meister schuf ikonische Arbeiten wie Die Erschaffung Adams oder den David, war Architekt und Dichter, er ist ein Gigant der Renaissance. Horst Bredekamp hat mit jahrzehntelanger Hingabe zusammengetragen, was in dieser überbordenden Monographie versammelt ist.